A.1 Die ganze Arbeit

Wie wollen wir in einer Postwachstumsgesellschaft tätig sein?

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Wie und wo will ich arbeiten? Diese Fragen berühren die meisten Menschen, und doch denken wir dabei häufig nur über die Spitze des Eisbergs – die Lohnarbeit – nach. Was aber passiert, wenn wir den Blick auf die ganze Arbeit lenken, die für das Leben notwendig ist? Wie würde eine Postwachstumsgesellschaft aussehen, in der die Sorge für das Lebensnotwendige im Mittelpunkt des Wirtschaftens stehen würde, und nicht als unprofitabel an den Rand gedrängt wäre? In einer Postwachstumsgesellschaft wird es darum gehen, Tätigkeiten nicht danach zu bewerten, ob sie als Lohnarbeit bezahlt werden oder nicht, sondern ob sie eine notwendige oder sinnvolle lebensdienliche Tätigkeit sind. Darüber braucht es immer wieder und immer neue demokratische Debatten. Wie können die notwendigen Tätigkeiten, vor allem im Fürsorgebereich, so gemeinsam gestaltet sein, dass sie nicht im Privaten und nur von Frauen* erledigt werden? Dafür gibt es zum einen bereits jetzt alternative Modelle, die in diesem Kurs vorgestellt werden. Zum anderen diskutieren wir aber auch Vorschläge aus der Degrowth-Debatte wie das „infrastrukturelle Grundeinkommen“, die Subsistenzperspektive und Teilzeit-Lohnarbeit für alle.


Ablauf und Methoden:

Die vier Tage folgen je einer eigenen Überschrift: 1. Tag: Die 4-in-1-Perspektive – das ganze der Arbeit sichtbar machen und das Denken befreien, 2. Tag: Subsistenz und (Re)Produktion– das Notwendige im Zentrum des Wirtschaftens, 3. Tag: Alternative Organisation von Arbeit, 4. Tag: Den Wandel gestalten.

Am 1.Tag geht es ausgehend von biographischen Alltagserfahrungen darum, sich vorzustellen, wie die eigenen Tätigkeiten aussehen würden, wenn jede Person tun würde, was ihr wichtig ist. Dabei lernen wir uns kennen und kommen miteinander ins Gespräch. Nebenbei finden wir eine gemeinsame Grundlage, was wir unter "Arbeit" und "Tätigkeit" verstehen, und wie wir Teilnehmenden des Kurses positioniert sind.

Tag 2 widmet sich Konzepten aus der feministischen Ökonomie, die eine Überwindung der Wachstumswirtschaft vorschlagen. Dazu gibt es einen Einführungsvortrag, Gruppendiskussion und Kleingruppenarbeit zur Frage nach dem Lebensnotwendigen.

Am 3.Tag werden alternative, bestehende Modelle vorgestellt, wie (Sorge-)Arbeit anders organisiert werden kann. Dabei nutzen wir die Weisheit der Gruppe, und gestalten gemeinsam eine lebendige Ausstellung. Mia Smettan wird einen Input geben unter dem Titel "Care im Umbau- von Pflegekämpfen und Sorgealternativen"

Tag 4 ist der Frage nach der konkreten Umsetzung gewidmet - persönlich und gesellschaftlich.
Dieser Fahrplan ist ein Vorschlag der Kursleiterin. Wenn die Bedürfnisse der Teilnehmenden andere sind, dann finden wir gemeinsam unsere eigene Form...
Mike Korsonewski wird ein Zukunft-Plan-Spiel anleiten unter dem Titel "Ab jetzt kümmern sich alle!" Ein Plan-Spiel zu Arbeit mit Zukunft"


Zielgruppe/Teilnahmevoraussetzung:

Alle sind willkommen. Der Kurs wird sicherlich davon bereichert werden, wenn einige ganz neu sind, und andere viel Wissen mitbringen, dass sie gerne einbringen können. Wir wollen keine rein akademische Debatte führen.

Info

Day: 2018-07-30
Start time: 10:00
Duration: 02:30
Room: Zelt/tent 11 (Kurse/courses)
Track: Kurse/Courses
Languages de

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